Schauraum

Der letzte Bereich im PLASTINARIUM ist der Schauraum - hier sehen sie zahlreiche Einzelpräparate und Ganzkörperplastinate von Mensch und Tier. Zu sehen sind Silikonplastinate, Knochenpräparate, Scheibenplastinate und zahlreiche Gefäßgestalten.


Silkonplastinate sind Lehrpräparate die von echten menschlichen Körpern gefertigt wurden. Die Auswahl umfasst alle Körperteile, von Organen bis hin zum Ganzkörperplastinat. Ihre einzigartige dreidimensionale Darstellung zeigt die komplizierte Struktur des Bewegungsapparates und der inneren Organe sowie deren relative Lagebeziehungen zueinander.
Die Ganzkörperplastinate hat Gunther von Hagens so gestaltet, dass sie deutlich zeigen, wie der Köper aufgebaut ist und bestimmte Aufgaben erfüllt. Außerdem sind einzelne Ganzkörperplastinate so präpariert worden, dass unterschiedliche Körpersysteme, wie die Muskeln, die inneren Organe oder Nerven und Blutgefäße besonders hervorgehoben werden.




Scheibenplastinate sind 1,5 mm dünne originale Körperscheiben, die mit Kunststoff imprägniert und gehärtet wurden. Farbig und entweder transparent oder natürlich aussehend, werden in ihnen anatomische Strukturen bis in den Lupenbereich sichtbar. Sie erschließen die Welt der Submakroskopie. Interessierende Bereiche können sogar feingeweblich aufgearbeitet und mikroskopisch studiert werden.
Den Menschen in Form perfekter Scheiben studieren zu können ist seit Jahrhunderten der Traum der Anatomen, denn die Scheiben geben einen unverfälschten Einblick in die kompakte Anatomie des menschlichen Körpers.
Mit der Technik der Plastination wurde es erstmals möglich, dünne transparente Körperscheiben in zuvor nicht gesehener Transparenz, Farbbrillanz und Größe zu konservieren.



Gefäßgestalten sind perfekte Abformungen des inneren Gefäßprofils einzelner Organe, Körperteile oder ganzer Körper.
Ein technologisch revolutionärer Prozess, bestehend aus Injektion, Aushärtung und Entfernung von verbleibendem Gewebe, ermöglicht Präparate, die selbst feinste Blutgefäße sichtbar machen.
Zu ihrer Herstellung werden die Gefäße mit einem farbigen Kunststoff injiziert. Ist dieser ausgehärtet, hat er die Form der Gefäße angenommen. Danach wird das umliegende Gewebe mechanisch und chemisch mit Hilfe von Fermenten entfernt.
Gefäßgestalten bestehen also einzig und allein aus mit Kunststoff injizierten Gefäßen. Sie sind dreidimensional und veranschaulichen die komplexen Zusammenhänge der Blutgefäße im menschlichen Körper.