Gunther von Hagens´ spannender Vortrag für Gubener Heimatbund im PLASTINARIUM
Guben, 03. September 2010 - Im Rahmen einer Vortragsreihe, die von
der Gubener Plastinate GmbH auf Grund vieler Anfragen ins Leben gerufen wurde,
hielt Plastinator Dr. Gunther von Hagens persönlich am 30.08.2010 im
Ausstellungsbereich des PLASTINARIUMS einen Vortrag zum spannenden Thema
„KÖRPERWELTEN und Bestattungskult". Unter den 40 gebannt lauschenden Zuhörern
waren Mitglieder des Gubener Heimatbundes e.V. und interessierte Besucher des
PLASTINARIUMS.
Der Mediziner,
Wissenschaftler und Erfinder der Plastination gab einen kurzen Einblick auf
sein Lebenswerk. Beginnend mit der Geschichte der Anatomie wurden die Zuhörer
auch mit dem Prinzip der Entstehung der modernen Anatomie sowie der Ganzkörper-
und Scheibenplastination vertraut gemacht. Präparate, die in seinen
KÖRPERWELTEN Ausstellungen in bislang 60 Städten rund um den Globus gezeigt
wurden und über 30 Millionen Besucher fasziniert haben. Gunther von Hagens
erklärte, wie lange es dauert ein menschliches oder tierisches Plastinat
herzustellen und das etwa die weltweit erste Plastination eines Elefanten
64.000 Arbeitsstunden von 30 Mitarbeitern benötigte.
Im zweiten Teil folgte
ein Exkurs über die Bestattungsrituale anderer Weltreligionen. Von Hagens legte
dar, dass Ehrfurcht vor den Verstorbenen ein wesentliches, gemeinsames Merkmal
aller Kulturen sei und dass das Ritual der Bestattung vorrangig der
Trauerbewältigung der Angehörigen diene. Der Wunsch den eigenen Körper für die
Ewigkeit zu erhalten, wie historische Archive zeigen, hat die Menschheit schon
immer beschäftigt. Mit der Erfindung der Plastination hat Gunther von Hagens
die beste Form der Konservierung und eine postmortale Schönheitskur nach dem
Tod erschaffen. „Die Plastination als
fortschrittlichste Konservierungstechnik ist der körperliche Jungbrunnen, nach
dem die Einbalsamierer der ägyptischen Pharaonen vergeblich strebten", so
der Wissenschaftler stolz. Die Frage eines Besuchers an Gunther von Hagens war,
wie er sich selbst plastinieren lassen wolle. Sein Wunsch sei es, als
Ganzkörper-Plastinat am Eingang seines eigenen Plastinationsmuseums die
Besucher persönlich mit einer Willkommensgeste zu begrüßen.
Unverständnis äußerten
die Teilnehmer dagegen darüber, dass das Land Brandenburg nach wie vor seinen
Schulklassen den Besuch des PLASTINARIUMS verwert. Gibt doch gerade das neu
konzipierte Anatomische Kompetenzzentrum in Guben mit seiner Lernwerkstatt
nicht nur Schülern mit einer Vielzahl an Fachliteratur, Internet-Arbeitsplätzen
und den echten anatomischen Präparaten die einmalige Möglichkeit eines
praktischen Erkenntnisgewinns über die Gestalt, Form und Innenleben des
menschlichen Körpers.
Gunther von Hagens´ KÖRPERWELTEN gewinnen „Health Media Award"
2010
Heidelberg/Köln, 01. Juni 2010 - „And the winner is... KÖRPERWELTEN!“ Große Auszeichnung für die mit über 30 Millionen Besuchern erfolgreichste Anatomie-Ausstellung der Welt.
Von über 80 Kandidaten insgesamt belegt Körperwelten den 1. Platz in der Kategorie "Wissenschaftskommunikation" und wird damit für die medizinische Aufklärungsarbeit und die für Jedermann leicht verständliche Vermittlung von Wissenschaft gewürdigt.
„Seit 20 Jahren setzt Dr. Gunther von Hagens als Erfinder der Plastination auf hochinteressante Visualisierungen von Körpern, Organen und Krankheiten und ein zeitgemäßes Marketing. Trotz aller Widerstände hat er sich am Gesundheitsmarkt behauptet und ist ein gefragter Ratgeber für die neue Ärzte- Generation. KÖRPERWELTEN betreibt erfolgreiche Wissenschaftskommunikation in der Tradition der Anatomen der Renaissance“, so das Jury-Urteil.
„Wir freuen uns, dass unser Konzept, die Menschen seit so vielen Jahren mit unseren Ausstellungen zu einem bewussteren und gesünderen Leben zu bewegen, die Jury überzeugen konnte“, freut sich Dr. Gunther von Hagens. Und Kuratorin Dr. Angelina Whalley ergänzt: „Der Award ist eine schöne Anerkennung unserer langjährigen Arbeit und bestärkt uns darin, an unseren Zielen festzuhalten.“
Mit dem „Health Media Award“ von EEC-Network und der Stiftung Gesundheit werden hervorragende Leistungen im Bereich der Gesundheitskommunikation geehrt.